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Endoskopische Polypektomie

Was ist eine endoskopische Polypektomie?

Die endoskopische Polypektomie ist ein minimal-invasiver medizinischer Eingriff, mit dem abnormale Gewebewucherungen, so genannte Polypen, aus der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts entfernt werden. Diese Polypen sind in der Regel gutartig (nicht krebserregend), aber einige Arten - insbesondere adenomatöse Polypen - können sich mit der Zeit zu Krebs entwickeln.

Die Polypektomie wird in der Regel im Rahmen einer routinemäßigen Koloskopie oder einer Endoskopie des oberen Verdauungstrakts (Gastroskopie) durchgeführt. Das Ziel ist sowohl diagnostisch (um den Polypen histologisch zu untersuchen) als auch therapeutisch (um zukünftige Komplikationen wie Blutungen, Obstruktionen oder Krebsumwandlungen zu verhindern).

Die Entfernung erfolgt mit speziellen endoskopischen Instrumenten:

- Die kalte Schlingenpolypektomie beinhaltet einen mechanischen Schnitt ohne thermische Energie und ist in der Regel kleinen Polypen vorbehalten.

- Bei der Hot-Snare-Polypektomie wird elektrischer Strom (Elektrokauter) verwendet, um das Gewebe gleichzeitig zu resezieren und zu koagulieren. Sie wird üblicherweise bei größeren oder vaskularisierten Polypen eingesetzt.

Das entfernte Gewebe wird entnommen und zur histopathologischen Untersuchung eingeschickt, um zu bestimmen, ob es gutartig, präkanzerös oder bösartig ist. Die Ergebnisse helfen dabei, die nächsten Schritte in der Behandlung des Patienten festzulegen, z. B. Überwachungsintervalle oder eine weitere Behandlung.

Die endoskopische Polypektomie gilt als sicher, effizient und kostengünstig. Sie reduziert das Risiko von Darm- und Magenkrebs erheblich, wenn sie rechtzeitig und angemessen durchgeführt wird.

In welchen Fällen ist eine Polypektomie erforderlich?

Eine Polypektomie ist angezeigt, wenn Polypen vorhanden sind:

- Adenomatös oder dysplastisch, mit dem Risiko einer Bösartigkeit.

- Große Größe (normalerweise >10 mm), unabhängig von der Histologie.

- Symptomatisch, verursacht Blutungen, Verstopfung oder Schmerzen.

- Wird bei Hochrisikopatienten entdeckt, z. B. bei Patienten mit einer Familienanamnese von Darm- oder Magenkrebs.

- Wird bei Patienten mit erblichen Syndromen wie der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP) oder dem Peutz-Jeghers-Syndrom gefunden.

Häufige Stellen und Indikationen:

- Dickdarm und Rektum: Kolorektale Polypen sind die häufigsten und potenziell präkanzerösen Polypen. Eine frühzeitige Entfernung im Rahmen einer Koloskopie verringert die Häufigkeit von Darmkrebs erheblich. Die Polypektomie ist ein wesentlicher Bestandteil von Programmen zur Darmkrebsprävention.

- Magen: Magenpolypen sind oft gutartig, können aber Dysplasie oder frühe Bösartigkeit beherbergen. Polypen der Bauchspeicheldrüse, hyperplastische Polypen und Adenome können je nach Größe und histologischem Befund reseziert werden.

- Zwölffingerdarm und Dünndarm: Weniger häufig, aber Polypen werden hier oft entfernt, wenn sie symptomatisch oder groß sind, oder bei Patienten mit syndromalen Erkrankungen.

- Speiseröhre: Selten, aber eine Entfernung kann erforderlich sein, wenn sie Symptome verursachen oder ein neoplastisches Potenzial haben.

Die Polypektomie wird auch zur Behandlung eingesetzt:

- Aktiv blutende Polypen (als Ursache für chronische Anämie oder akute GI-Blutungen),

- Große sessile Polypen durch fortschrittliche Techniken wie die endoskopische Mukosaresektion (EMR) oder die endoskopische Submukosadissektion (ESD),

- Multiple Polypen bei Polyposis-Syndromen, die eine häufige Überwachung und wiederholte Abtragung erfordern.

Übersicht über das Verfahren

Das Verfahren wird in der Regel ambulant durchgeführt und umfasst:

1. Sedierung oder Anästhesie für den Komfort des Patienten.

2. Einführen eines Endoskops, um den GI-Trakt zu visualisieren und den Polypen zu lokalisieren.

3. Platzieren Sie die Schlinge um den Polypenstiel oder die Basis.

4. Resektion von Polypen, je nach Beschaffenheit mit einer kalten oder heißen Schlinge.

5. Blutstillung bei Blutungen (z. B. mit Klammern, Kauter oder Adrenalininjektion).

6. Entnahme von Proben für die Pathologie.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt 15-45 Minuten, je nach Anzahl und Größe der Polypen. Die meisten Patienten können noch am selben Tag oder am nächsten Tag ihre normale Tätigkeit wieder aufnehmen.

Überlegungen nach der Polypektomie

Nach dem Eingriff:

- Leichte Bauchbeschwerden, Blähungen oder Blähungen können auftreten.

- Blutungen sind selten, aber möglich - vor allem innerhalb von 7 Tagen nach einer Hot Snare Polypektomie.

- Eine Perforation ist eine extrem seltene Komplikation, die eher bei großen sessilen Läsionen auftritt.

Empfehlungen für die Nachsorge:

- Vermeiden Sie schweres Heben und starke körperliche Aktivität für 24 Stunden.

- Beginnen Sie mit einer leichten Diät und kehren Sie allmählich zu einer normalen Routine zurück.

- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Ergebnisse der Pathologie und die Planung der Überwachung.

Überwachen:

Der Folgeplan hängt davon ab:

- Polypentyp (adenomatös, hyperplastisch, gezackt, usw.),

- Größe und Anzahl der Polypen,

- Risikofaktoren des Patienten (z.B. Familienanamnese, entzündliche Darmerkrankungen),

- Vollständigkeit der Polypenentfernung.

Im Allgemeinen wird die Überwachungskoloskopie bei Hochrisikopatienten alle 3 bis 5 Jahre empfohlen, bei syndromalen Fällen auch früher.

Fazit

Die endoskopische Polypektomie ist ein Eckpfeiler der gastrointestinalen Präventivmedizin. Durch die Entfernung präkanzeröser oder symptomatischer Polypen während einer Routineendoskopie spielt das Verfahren eine wichtige Rolle bei der Früherkennung und Prävention von Darmkrebs - insbesondere von Darmkrebs.

- Sicher und effizient: Wird ohne die Notwendigkeit einer offenen Operation durchgeführt.

- Diagnostisch und therapeutisch: Hilft bei der Identifizierung des Polypentyps und bei der Vermeidung von Komplikationen.

- Unverzichtbar für Screening-Programme: Besonders bei Personen über 45 Jahren oder bei Personen mit familiärer Vorbelastung.

Wenn bei der Endoskopie Polypen festgestellt werden, kann die Befolgung der Empfehlung Ihres Arztes zur Polypektomie künftige Gesundheitsrisiken erheblich verringern und ein rechtzeitiges Eingreifen gewährleisten.

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